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Psychopathologie AMDP

Psychopathologie AMDP

Last update 

Abprüfung der wichtigesten psychopathologischen Begrifflichkeiten des AMDP-Systems (2007)

Items (84)

  • Störung der Wachheit. Abstufungen: Benommenheit, Somnolenz, Sopor, Koma

    Bewusstseinsverminderung (F) - Quantitativ

  • Qualitative Beeinträchtigungen der Bewusstseinsklarheit. Die Fähigkeit ist gestört, verschiedene Aspekte der eigenen Person und Umwelt zu verstehen, sie sinnvoll miteinander zu verbinden, sich entsprechend mitzuteilen und sinnvoll zu handeln. Vorkommen: delirantes Syndrom, amentielles Syndrom, Intoxikationen, zerebrovaskulären Erkrankungen

    Bewusstseinstrübung (F) - Qualitativ

  • Einengung des gesamten Erlebens und Verhaltens auf wenige Themen. Vorkommen: Bei akuter Intoxikation, Hirntraumen, Enzephalitis, Epilepsie (Dämmerzustand), Gelegentlich bei starken Affekten (z.B. Schock, Panik), dissoziatives Syndromen

    Bewusstseinseinengung (SF) - Qualitativ

  • Es handelt sich um eine fast völlig im Subjektiven bleibende qualitative Form der Bewusstseinsstörung, bei der die Patienten berichten, ihr gesamtes Erleben sei erweitert. Vorkommen: Intoxikationen (besonders bei Psychostimulanzien und Halluzinogenen), beginnende Psychose, auch bei Gesunden in Meditation, Ekstase

    Bewusstseinsverschiebung (S) - Qualitativ

  • Mit diesem Begriff wird ein Zustand von Überwachheit mit dem subjektiven Gefühl der Steigerung von Gefühlsintensität und geistiger Leistungsfähigkeit bezeichnet. Die Wahrnehmung scheint geschärft, die Aufmerksamkeit erhöht, das Erinnerungsvermögen verbessert und die Sinnestätigkeit intensiver. Die subjektiv erlebte Zunahme der kognitiven (besonders der perzeptiven, mnestischen) Leistungen und der Reaktionsleistungen ist aber meist objektiv nicht zu verifizieren.

    Hypervigilität

  • Das apallische Syndrom kommt bei schwersten Schädigungen (z.B. Schädel-Hirn-Trauma) bzw. Funktionsausfall der Großhirnrinde vor. Der Patient erscheint wach, obwohl er stumm und reglos ist. Er blickt umher oder starrt geradeaus, fixiert aber nicht. Er zeigt weder reflektorische noch verbale Reaktionen, wobei vegetativen Elementarfunktionen wie Herzrhythmus, Atmung und Schlaf-wach-Rhythmus erhalten sind.

    Wachkoma (Coma vigile)

  • Es handelt sich um eine Form der qualitativen Bewusstseinsstörung. Die Patienten zeigen Psychosen mit ängstlichratloser Grundstimmung, Halluzinationen und leichte Verwirrtheit. Die Orientierung ist unsicher. Die Patienten erinnern sich z.B., dass ihnen gesagt wurde, sie seien im Krankenhaus, befinden sich aber ihrem eigenen Eindruck nach auf einem Bahnhof oder Schiff.

    Amentielles Syndrom, Verwirrtheit

  • Datum (Tag, Monat und Jahr), Wochentag und/oder Jahreszeit werden nicht oder nur teilweise gewusst. Vorkommen: akute Hirnfunktionsstörungen, alkoholisch oder Demenz, ungewöhnlichen psychischen Belastungen

    Zeitliche Orientierungsstörung

  • Der gegenwärtige Aufenthaltsort wird nicht gewusst oder der Patient macht darüber sehr ungenaue Angaben. Vorkommen: Akuten Hirnfunktionsstörungen, im alkoholischen oder Drogenrausch, bei Demenz, bei ungewöhnlichen psychischen Belastungen

    Örtliche Orientierungsstörung

  • Die gegenwärtige Situation wird in ihrem Bedeutungs- und Sinnzusammenhang nur teilweise oder gar nicht erfasst. Vorkommen: Akute Hirnfunktionsstörungen,im alkoholischen oder Drogenrausch, bei Demenz, bei ungewöhnlichen psychischen Belastungen

    Situative Orientierungsstörung

  • Die persönliche lebensgeschichtliche Situation wird nicht oder nur teilweise gewusst.Vorkommen: Akute Hirnfunktionsstörungen,im alkoholischen oder Drogenrausch, bei Demenz, bei ungewöhnlichen psychischen Belastungen

    Orientierungsstörungen über die eigene Person

  • Störung der Fähigkeit, Äußerungen und Texte in ihrer Bedeutung zu begreifen und sinnvoll miteinander zu verbinden. Gemeint ist die kognitive Verarbeitung erhaltener Information.

    Auffassungsstörungen (SF)

  • Verminderte Fähigkeit, die Aufmerksamkeit einer Tätigkeit oder einem Thema ausdauernd zuzuwenden.

    Konzentrationsstörungen (SF)

  • Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit, sich neue Informationen über einen Zeitraum von ca. 10 Minuten zu merken.

    Merkfähigkeitsstörungen (SF)

  • Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit, Informationen länger als ca. 10 Minuten zu speichern bzw. Erlerntes aus dem Gedächtnis abzurufen.

    Gedächtnisstörungen (SF)

  • Erinnerungslücken werden mit spontan wechselnden Einfällen ausgefüllt.

    Konfabulationen (F)

  • Erinnerungsverfälschungen oder -täuschungen. Dazu gehört: Déjà-vu-Erlebnisse, Jamais-vu-Erlebnisse, Ekmnesien, Hypermnesien, Flashbacks, Intrusionen

    Paramnesien (S)

  • Das Denken wird vom Patienten subjektiv als gebremst, verlangsamt oder blockiert (wie geg en einen inneren Widerstand) empfunden.

    Gehemmt (S)

  • Das Denken erscheint dem Beobachter verlangsamt und schleppend.

    Verlangsamt (F)

  • Denken, das bezogen auf den Gesprächsinhalt das Nebensächliche nicht vom Wesentlichen trennt. Der inhaltliche Zusammenhang bleibt dabei stets gewahrt.

    Umständlich (F)

  • Einschränkung des inhaltlichen Denkumfanges, Verhaftetsein an ein Thema oder an wenige Themen, Fixierung auf wenige Zielvorstellungen.

    Eingeengt (SF)

  • Haftenbleiben an zuvor gebrauchten Worten oder Angaben, die im aktuellen Zusammenhang nicht mehr sinnvoll sind.

    Perseverierend (F)

  • Unablässiges gedankliches Beschäftigtsein mit meist unangenehmen Themen.

    Grübeln (S)

  • Der Patient fühlt sich dem Druck vieler verschiedener Einfälle oder Gedanken ausgeliefert.

    Gedankendrängen (S)

  • Vermehrung von Einfällen, die aber nicht mehr von einer Zielvorstellung straff geführt werden. Das Ziel des Denkens kann auf Grund von Assoziationen ständig wechseln oder verloren gehen.

    Ideenflüchtig (F)

  • Der Patient verfehlt mit seiner Antwort das Thema der Frage, obwohl er die Frage verstanden hat.

    Vorbeireden (F)

  • Plötzlicher Abbruch eines sonst flüssigen Gedankenganges oder des Sprechens ohne erkennbaren Grund.

    Gesperrt/Gedankenabreißen (SF)

  • Denken und Sprechen des Patienten verlieren für den Untersucher ihren verständlichen Zusammenhang. Im Extremfall sind sie bis in einzelne, scheinbar zufällig durcheinander gewürfelte Sätze, Satzgruppen oder Gedankenbruchstücke zerrissen.

    Inkohärent/Zerfahren (F)

  • Wortneubildungen oder Wortverwendungen, die der sprachlichen Konvention nicht entsprechen und oft nicht unmittelbar verständlich sind.

    Neologismen (F)

  • Das Verhalten anderer Menschen wird ängstlich, unsicher oder feindselig auf die ei gene Person bezogen.

    Misstrauen

  • Ängstlich getönte Beziehung zum eigenen Körper, an dem z.B. Missempfindungen wahrgenommen werden, mit offensichtlich unangemessener Befürchtung, körperlich krank bzw. verunstaltet zu sein oder zu werden; normale Körpervorgänge bekommen oft eine übermäßige Bedeutung

    Hypochondrie

  • Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten, die meist Vermeidungsreaktionen zur Folge haben.

    Phobien (S)

  • Immer wieder sich aufdrängende Gedanken oder Vorstellungen, die als unsinnig oder übertrieben erlebt werden.

    Zwangsdenken (S)

  • Immer wieder sich aufdrängende Impulse, bestimmte Handlungen auszuführen, die als unsinnig oder übertrieben erlebt werden.

    Zwangsimpulse (S)

  • Immer wieder ausgeführte Handlungen, die meist als unsinnig oder übertrieben erlebt werden.

    Zwangshandlungen (S)

  • Wahnstimmung meint eine besondere, häufig diffuse emotionale Gespanntheit im Vorfeld des Wahns. Diese Stimmung besteht in einem Bedeutungszumessen und Inbeziehungsetzen, Meinen, Vermuten und Erwarten, das von Gesunden so nicht nachvollzogen werden kann. Gemeint ist eine Atmosphäre des Betroffenseins, eine Erwartungsspannung in einer verändert erlebten Welt oder durch ein verändert erlebtes Ich.

    Wahnstimmung (S)

  • Reale Sinneswahrnehmungen erhalten eine abnorme Bedeutung, meist im Sinne der Eigenbeziehung, ohne dass hierfür ein rational der emotional verständlicher Anlass besteht. Die Wahnwahrnehmung ist eine wahnhafte Fehlinterpretation einer an sich richtigen Wahrnehmung.

    Wahnwahrnehmung (S)

  • Rein gedankliche, neu aufgetretene wahnhafte Vorstellungen und Überzeugungen.

    Wahneinfall (S)

  • Aus Wahnwahrnehmungen oder Wahneinfällen hervorgegangen und festgehaltene wahnhafte Überzeugungen.

    Wahngedanken (S)

  • Beschreibt den Grad der Verknüpfung (logisch oder auch paralogisch) einzelner Wahnsymptome mit anderen Wahnphänomenen, Sinnestäuschungen, Ich-Störungen oder auch nicht krankhaft veränderten Beobachtungen und Erlebnissen.

    Systematisierter Wahn (S)

  • Das Ausmaß der Affekte, die im Zusammenhang mit dem Wahn auftreten.

    Wahndynamik (SF)

  • Wahnhaftes Beziehen von Ereignissen auf die eigene Person.

    Beziehungswahn (S)

  • Der Patient erlebt sich als Ziel von Feindseligkeiten. Er wähnt sich bedroht, gekränkt, beleidigt, verspottet oder verhöhnt; er weiß, dass man nach seinem Hab und Gut, nach seiner Gesundheit oder gar nach seinem Leben trachtet.

    Beeinträchtigungs- und Verfolgungswahn (S)

  • Wahnhafte Überzeugung, vom Lebenspartner betrogen und hintergangen zu werden.

    Eifersuchtswahn (S)

  • Wahnhafte Überzeugung, etwas falsch gemacht und Schuld auf sich geladen zu haben.

    Schuldwahn (S)

  • Wahnhafte Überzeugung, nicht genug Mittel zum Lebensunterhalt zu haben.

    Verarmungswahn (S)

  • Wahnhafte Überzeugung, schwer körperlich krank zu sein.

    Hypochondrischer Wahn (S)

  • Wahnhafte Selbstüberschätzung und Selbstüberhöhung.

    Größenwahn (S)

  • Wahnthemen, die nicht in die oben genannten Kategorien passen (z.B die wahnhafte Überzeugung, schwanger zu sein, wobei sogar typische körperliche Zeichen einer echten Schwangerschaft subjektiv wahrgenommen werden (Schwangerschaftswahn);

    Andere Wahninhalte (S)

  • Verkennung (verfälschte Wahrnehmung) von realen Gegenständen, Geräuschen, Personen oder Situationen.

    Illusionen (S)

  • Hören von Stimmen/Hören von Geräuschen, ohne dass solche Geräusche vorhanden sind (sog. Akoasmen).

    Stimmenhören (S)/Andere akustische Halluzinationen (S)

  • Visuelle Wahrnehmung ohne entsprechende Reizquelle.

    Optische Halluzinationen (S)

  • Taktiles Wahrnehmen ohne entsprechende Reizquelle oder Störungen des Leibempfindens (Coenästhesien).

    Körperhalluzinationen (S)

  • Geschmacks- und Geruchswahrnehmungen ohne entsprechende Reizquelle.

    Geruchs- und Geschmackshalluzinationen (S)

  • Er versteht nicht mehr, was mit ihm geschieht und erscheint „staunig“, perplex (verwundert, hilflos). Der Patient erscheint stimmungsmäßig wie jemand, der sich nicht mehr zurechtfindet und seine Situation, seine Umgebung oder Zukunft kaum oder nicht mehr begreift.

    Ratlos (F)

  • Reduktion oder einen Verlust affektiven Erlebens; subjektiv erlebte Gefühlsleere.

    Gefühl der Gefühllosigkeit (S)

  • Die Anzahl (das Spektrum) gezeigter Affekte ist vermindert.

    Affektarm (F)

  • Herabsetzung des allgemeinen Gefühls von Kraft, Energie und Lebendigkeit.

    Störung der Vitalgefühle (S)

  • Negativ getönte Befindlichkeit (niedergedrückt, niedergeschlagen)

    Deprimiert (SF)

  • Pessimistische Stimmung, fehlende Zukunftsorientierung. Der Glaube an eine positive Zukunft ist vermindert oder ganz abhanden gekommen („Schwarzsehen“)

    Hoffnungslos (S)

  • Der Patient hat Angst, manchmal ohne angeben zu können, wovor

    Ängstlich (SF)

  • Zustand des übersteigerten Wohlbefindens, des Behagens, der Heiterkeit, der Zuversicht, des gesteigerten Vitalgefühls

    Euphorisch (SF)

  • Missmutige Verstimmtheit. Der Patient ist übellaunig, mürrisch, nörgelnd, missgestimmt, unzufrieden, ärgerlich

    Dysphorisch (SF)

  • Der Patient reagiert unangemessen rasch oder heftig mit Ärger bzw. Aggression

    Gereizt (SF)

  • Der Patient spürt innere Aufgeregtheit, Spannung oder Nervosität

    Innerlich unruhig (S)

  • Schmerz, Kummer, Ängstlichkeit werden ausdrucksstark in Worten, Mimik und Gestik vorgetragen („Wehklagen")

    Klagsam/Jammrig (F)

  • Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit oder den eigenen Wert ist vermindert oder verloren gegangen

    Insuffizienzgefühle (S)

  • Ein positiv erlebtes Gefühl von Steigerung des eigenen Wertes, der Kraft oder der Leistung

    Gesteigertes Selbstwertgefühl (S)

  • Der Patient fühlt sich für eine Tat, für Gedanken oder Wünsche verantwortlich, die er selbst als verwerflich ansieht.

    Schuldgefühle (S)

  • Der Patient fürchtet, ihm fehlten die Mittel, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten,

    Verarmungsgefühle (S)

  • Koexistenz widersprüchlicher Gefühle oder Impulse des Patienten, die er als gleichzeitig vorhanden und oft als quälend erlebt

    Ambivalent (S)

  • Gefühlsausdruck und berichteter Erlebnisinhalt stimmen nicht überein (paradoxe Affekte, inadäquate Gefühlsreaktion)

    Parathymie (F)

  • Schneller Wechsel der Affekte, Anstoß von außen (Vergrößerung der affektiven Ablenkbarkeit) oder spontan (emotionale Instabilität)

    Affektlabil (SF)

  • Affekte können bei geringem Anstoß überschießen, vom Patienten nicht beherrscht werden und nehmen manchmal eine übermäßige Stärke an (mangelnde Affektkontrolle)

    Affektinkontinent (SF)

  • Verminderung der affektiven Modulationsfähigkeit. Hier ist die Schwingungsfähigkeit (Amplitude) verringert

    Affektstarr (F)

  • Formale Denkstörungen zeigen sich in sprachlichen Äußerungen. Es kann sich dabei um Veränderungen in der Geschwindigkeit, Kohärenz und Stringenz des Gedankenablaufes handeln.

    Formale Denkstörungen

  • allgemeine Veränderung des Erlebens: Fehlbeurteilung der Realität; mit apriorischer Evidenz (erfahrungsunabhängiger Gewissheit); subjektive Gewissheit, auch wenn sie im Widerspruch zur Wirklichkeit und zur Erfahrung der gesunden Mitmenschen sowie zu ihrem kollektiven Meinen und Glauben; kein Bedürfnis nach einer Begründung

    Wahn

  • Eigentlich bekannte Personen werden als jemand anderes wahrgenommen; meist bedrohlich; oft Einbindung in ein Wahnsystem

    Wahnhafte Personenverkennung

  • Störungen der Ich-Umwelt-Grenze; Störungen des personalen Einheitserlebens; Erlebnisweisen, in denen körperliche Vorgänge sowie das eigene Denken, Fühlen oder Handeln als von außen gelenkt empfunden werden

    Ich-Störungen

  • Die Umgebung oder das Zeiterleben werden unwirklich verändert erfahren; die Vertrautheit geht verloren

    Derealisation (S)

  • Der Patient kommt sich selbst fremd, unwirklich, verändert oder wie ein anderer vor.

    Depersonalisation (S)

  • Gedankenlesen: Die Gedanken gehören nicht mehr dem Patienten alleine, andere haben daran Anteil und wissen, was er denkt Gedankenlautwerden: Patient glaubt, dass Gedanken auch von anderen gehört werden können

    Gedankenausbreitung (S)

  • Dem Patienten werden die Gedanken weggenommen oder „abgezogen“.

    Gedankenentzug (S)

  • Die Patienten erleben ihre Gedanken und Vorstellungen als beeinflusst, gemacht, gelenkt, gesteuert, eingegeben oder aufgedrängt.

    Gedankeneingebung (S)