Semper Phone

Effortless
LEARNING

  • Improve effortlessly – just by living your life
  • Learn while waiting for your apps to load
  • Recommended by 5 universities
  • Community of over 1,000,000 learners
  • 50,000+ expert-made packs, or create your own
"One of the best learning apps" - CNET
  • Apple Play Store
  • Install Semper from the Play Store
Soziologie einer Behinderung 1

Soziologie einer Behinderung 1

Last update 

Lektionen 2-4

Items (89)

  • funktionalistische Perspektive

    (rollentheoret. P.) soziale Rollen als vorgegebene soziale Strukturierung, Fokus: Erhalt des Systems

  • Symbol-interaktionistische Perspektive

    (rollentheoret. P.) Fokus: Prozess der Rollenübernahme > Aneignen, Handeln, Deuten

  • Interrollenkonflikt

    (rollentheoret. P.) Rollenset verschiedener Rollen, wiedersprüchliche Erwartungen an einzelne Rollen; Bsp. Nachbar Müller, Flughafenbau, Bürgerinitiative

  • Intrarollenkonflikt

    (rollentheoret. P.) wiedersprüchliche Erwartungen aus einzelnen Rollensegmenten an einen Rolleninhaber; Bsp. Rolle als Lehrer

  • Differenzierungsgrad

    (rollentheoret. P.) Wahrscheinlichkeit, dass Erwartungen an einen Rolleninhaber unterschiedlich und sogar wiedersprüchlich sind > Rollenkonflikt

  • Rollensegment/-sektor

    (rollentheoret. P.) Erwartungen unterschiedl. Bezugspersonen/systeme an den Inhaber einer sozialen Position

  • Rollenset

    (rollentheoret. P.) Summe aller Rollensegmente/-sektoren

  • sozialer Status

    (rollentheoret. P.) soziale Position

  • sozialer Status

    (schichttheoret. P.) Wertschätzung, die ein Individuum hinsichtlich eines Kriteriums (Bildung, Beruf, Macht) im Verhältnis zu anderen Individuen in einem soz. System genießt

  • soziale Rolle

    (rollentheoret. P.) Summe von Erwartungen, die an den Inhaber einer soz. Position gestellt werden (Bsp. Lehrerrolle, Mutterrolle)

  • soziale Position

    (rollentheoret. P.) sozialer Platz ein einer Gesellschaft oder soz. Gruppe; zugeschrieben: ergibt sich ohne Einfluss des Individuums (Alter, Geschlecht); erworbene: durch persönliche Anstrengung erreicht (berufl. Position)

  • weitere Erklärungsansätze zu Vorurteilen

    (gruppentheoret. P.) Just-World-Hypothese; Komplexitäts-Polarisierungs-Hypothese; Novel-Stimulus-Hypothese; Ambivalence-Aplifications-Hypothese

  • soziologische Erklärungsansätze zur Entstehung von Vorurteilen

    (gruppentheoret. P.) Irrelevanzregel, Interrollenkonflikt, widersprüchliche Normen, uneindeutige Verhaltensregeln

  • uneindeutige Verhaltensregeln

    (gruppentheoret. P.) 1. mangelnde Erfahrungen in der Interaktion mit MmB 2. führen zu Verhaltensunsicherheiten 3. und belasten Interaktion

  • psychologische Erklärungsansätze zur Entstehung von Vorurteilen

    (gruppentheoret. P.) Intrapersonelle Konflikte, Bedrohung der eigenen Integrität kognitive Dissonanz, Schuldangst

  • Schuldangst

    (gruppentheoret. P.) 1. die (verbotene) Ablehnung von MmB löst Schuldangst aus 2. die Angst wird verdrängt 3. löst gegen MmB gerichtete Abwehrmechanismen aus (Bsp. Kontaktvermeidung, Mitleid)

  • Einflussfaktoren von Einstellungen

    (gruppentheoret. P.) Art d. Behinderung; Auffälligkeit; Ästhetische Beeinträchtigung; funktionale Beeinträchtigung kommunikativer Fähigkeiten; zugeschriebene Verantwortlichkeit

  • konative/akzionale Komponente, Handlungskomponente

    (gruppentheoret. P.) Einstellungskomponente, Verhaltensintention und Handlungstendenzen gegenüber dem Einstellungsobjekt

  • affektive Komponente, Gefühlskomponente

    (gruppentheoret. P.) Einstellungskomponente, positive oder negative Gefühle und Subjektive Bewertungen gegenüber dem Einstellungsobjekt

  • Kognitive Komponente, Wissenskomponente

    (gruppentheoret. P.)Einstellungskomponente, Kenntnisse, Vorstellungen, Überzeugungen und Urteile gegenüber dem Einstellungsobjekt

  • Vorurteile

    (gruppentheoret. P.) extrem starre, irrationale und negative Einstellungen, die sich weitgehend einer Veränderung entziehen; spezifische Form von Einstellung

  • Einstellung

    (gruppentheoret. P.) Stabiles System von positiven und negativen Bewertungen, gefühlsmäßigen Handlungen und Handlungstendenzen in Bezug auf ein soziales Objekt, beeinflusst durch Emotionen > Handlungsintention, nicht die tatsächliche Handlung! Handlung und Einstellung sind nicht kongruent

  • gesellschaftliche Konstruktion von B.

    B. ergibt sich durch negative und soz. Bewertung d. Abweichung von sozial gesetzter Norm und negativer Bewertung dieser Abweichung (B.Def. nach Cloerkes)

  • Prozesshaftigkeit von B.

    doppelter Prozesscharakter von B.: 1. B. ist Endpunkt eines Wahrnehmungs und Bewertungsprozesses 2. B. ist nicht statisch

  • B. ist Endpunkt eines Wahrnehmungs- und Bewertungsprozesses

    Feststellen von B. Klärung der daraus resultierenden Einschränkung, Zuschreibung eines B.-Status

  • B. ist nicht statisch

    a) verstärkt b) funktionell ausgeweitet c) partiell kompensiert d) aufgehoben

  • Relationalität von B.

    B. in Abhängigkeit von soziales Bezugssystemen

  • Relativität von B.

    interkulturelle Variabilität (Unterschiede zwischen den Kulturen, was als B. bewertet wird) intrakulturelle Unterschiede (Wandel von Behinderungsbegriffen innerhalb einer Kultur)

  • begrifflich-konzeptionelle Ebene

    verschiedene Def. von B., Interpretation/Analyse der Def. vor dem historischen, ökonomischen und politischen Hintergrund > soziologisch fundierte Theorieansätze zur Erfassung des Phänomens "Behinderung"

  • Institutionelle Eben

    An/ und Verwendung d. Behinderungsbegriffs durch unterschiedliche Definitionsinstanzen: Wer definiert bei wem, bei welcher Schädigung/Beeinträchtigung eine Behinderung?

  • Ätiologische Ebene

    Fokus: Einflüsse auf Entstehung von Krankheiten/Behinderung: ökonomische, ökologische Strukturen und Sozialisationsbedingungen

  • Systemische Ebene

    Fokus: Analyse der Hilfs- und Unterstützungssysteme für MmB

  • Empirische Ebene

    Sozial-Forschung:Fokus-quantitativ: epidemilogische und sozio-demographische Aspekte;; Fokus-qualitativ: soziale Herkunft, Lebenslage von MmB, Sozialisation von MmB, Psychosoziale Auswirkungen der Zuschreibung eines B.-Status

  • Generalisierung

    Verallgemeinerung > unterordnen der anderen Merkmale unter das Status Merkmal

  • Stigma

    Reduktion der Gesamtperson auf ein Merkmal, welches Jemanden auf negative Art kennzeichnet

  • Master Status

    Status d. negative Merkmals > überschattet alle anderen

  • gesellschaftstheoretisches Paradigma

    politökonomisches oder materialistisches P.: B. ist Gesellschaftsprodukt: Förderschule "produziert Behinderte" für schlecht bezahlte Tätigkeiten

  • Interaktionistisches Paradigma

    B. als Resultat sozialer Reaktionen auf unerwünschte Abweichung von soz. Erwartung > Zwangsstatus

  • Personenorientiertes Paradigma

    medizin. oder ätiolog. P.: B. als individuelle Kategorie, Ursache für B. liegt in der Person, Abweichung ist objektivierbar, Schicksal ist hinzunehmen

  • Systemtheoretisches Paradigma

    Leistungsdifferenzierungen fördern Entstehen von B.; Schulen: Selektionsfunktion, Förderschulen: Entlastung der Regelschulen

  • Strukturinduzierte Gruppenkonflikte

    (gruppentheoret. P.) ungleicher Zugang zu und Verteilung von Ressourcen, v.a. in Gruppen mit klarer Hierarchie

  • Verhaltensinduzierte Gruppenkonflikte

    (gruppentheoret. P.) Folge von inadäquaten Führungsstil, Klima von hoher Konkurrenz, mangelnde Kooperationsbereitschaft/-kompetenz

  • Externe Integration von Gruppen

    (gruppentheoret. P.) Eingliederung soz. G. in soz. Systeme/Beziehungen soz. Gruppen untereinander: Konkurrenz um knappe Ressourcen fördert: Gruppenkohäsion, Entwicklung eines idealisierten Selbstbildes, Abgrenzung zu anderen Gruppen

  • Interne Integration von Gruppen

    (gruppentheoret. P.) Integration des Einzelnen in der Gruppe umso höher: je mehr er in das Handeln eingebunden ist, je mehr er bzgl. Normen und Zielen d. G. übereinstimmt, je mehr er an Belohnungen interessiert ist > je mehr Person mit G. übereinstmmt, desto besser ist sie integriert

  • Non-Konformität

    wichtig für Weiterentwicklung in der Gruppe, ansonsten kommt es zur Stagnation

  • Konformität

    Übereinstimmung mit den Zielen, der Akzeptanz und Einhaltung der Regeln in der Gruppe; K. ist Grundlage für planbare, verlässliche, vorhersehbare Sozialbeziehungen, individueller Nutzen von K. sind materielle und/oder symbolische Belohnungen;; divergierende Ansprüche: Individuum verhält sich konform, welche aber konträr zu eigenen Interessen sind

  • Gruppenprozesse

    Aktivität und Interaktion verstärken Prozesse d. Normbildung; Zunahme der Ineraktion: Tendenz zur Angleichung der Gefühle; soz. Rang eines Mitglieds abhängig vom Grad d. individuellen Internalisierung und Erfüllung der gruppenspezif. Normen

  • Abnahme der Grupppenprozesse

    soziale Interaktionen innerhalb der Gruppe nehmen ab: Schwächung der Akzeptanz und Erfüllung der Normen, damit verschwindet auch der soz. Rang eines Gruppenmitglieds

  • Führungsstrukur

    Lokomotionsfunktion: instrumenteller Führer, die die Gruppe leitet Fokus: Funktional-Aufgabenbewältigung;; Kohäsionsfunktion: sozial-emotionaler Führer, Gruppenatmosphäre, Gruppenzusammenhalt;; Bedeutung für Leistung&Harmonie

  • Machtstruktur

    Unterschiedliche Verteilung von Ressourcen: institutionalisierte Verteilung, informelle Verteilung

  • Statusstruktur

    Bewertung der soz. Rolle > Zuweisung eines Prestiges

  • Rollenstruktur

    Unterschiedliche Verteilung von Aufgaben und Funktionen innerhalb einer Gruppe

  • Normstruktur

    verbindliche Regeln d. Zusammenlebens und gemeinsamen Handelns, Verhaltenserwartungen an Mitglieder

  • Führungsstile

    Autoritär, demokratisch, laissez-fair

  • Gruppenstrukturen und -prozesse

    Tendenz zur Strukturierung d. Sozialbeziehungen > Interaktionen folgen mehr oder weniger festen Regeln (nicht zufällig);; Strukturen und Prozesse beeinflussen Verhalten und soz. Handeln d. Einzelnen

  • Sekundärgruppen

    funktionsbezogen/formelle Gruppen: klar fixierte Ziele, Aufgabengebiete begrenzt, persönliche, emotionale Bindung nicht erforderlich zur Erreichung d. Ziele, könnte sogar Gruppenziel im Weg stehen

  • Primärgruppen

    informelle Gruppe: kontinuierliche, persönliche Interaktion, starke persönliche Verschmelzung (Affektivität, Identifikation), starke Zuneigung zw. einzelnen Mitgliedern, vielseitige Kontakte, Dauerhaftigkeit > Großer Einfluss

  • soziale Gruppe

    klein: 3-25, groß: 25+, Merkmale: Ziel, Wir-Gefühl, dauerhafte Kommunikation+Interaktion, gemeinsame Normen, Aufgaben, Grenzen sind fließend (Bsp. Fußballfans beim Spiel)

  • B.-Def. nach Cloerkes

    Sichtbarkeit, Dauerhaftigkeit, negative Bewertung;; notw. und hinr. Bedingung

  • B.-Def. SGB IX

    Zeitaspekt, relationaler Aspekt, Teilhabeaspekt

  • B.-Def. WHO

    1980: ICIDH (Impairment, Disability, Handicap) 2001: ICF (International Classification of Functioning, Health and Disability) Kerndimensionen: Funktionsfähigkeit/Behinderung und Kontextfaktoren

  • soziolog. Konzept, Goffman

    B. als Stigma: betont soz. Interaktion, 1. Existenz einer Balance zw. soz. Erwartungen und Ich-Leistungen 2. Stigmatisierungen beeinträchtigen Balance 3. Indentität passt sich den Erwartungen an > B.Karriere

  • soziolog. Konzept, Freidson

    B. als abweichendes Verhalten (Devianzansatz) 1. Abweichung wird festgestellt 2. soz. Reaktion beeinflusst Entwicklung und Abweichung 3. Reaktion orientiert sich an Stereotypen: Erwartungen und Vermittlung dieser > beeinflussen Verhalten von MmB 4. Verinnerlichung d. Rolle, Verfestigung der Abweichung

  • soziolog. Konzept, Parsons

    Krankheit als Abweichung: Rolle d. Kranken: 1. P. nicht verantwortlich für Unfähigkeit Rolle nicht zu erfüllen 2. legitime Abweichung, temporäre Entpflichtung 3. soz. unerwünschter Zustand muss beseitigt werden 4. professionelle Unterstützung aufsuchen

  • Person-Rolle-Konflikt

    (rollentheor.P.) auferlegte Rolle wird von Individuum nicht angenommen/akzeptiert;; auferlegte Rolle und Vorstellungen über das eigene Selbst befinden sich im Widerspruch

  • Erwartungen

    (rollentheor.P.) unterschiedl. Grad an Verpflichtungen und +/- Konsequenzen

  • Kann-Erwartungen

    (rollentheor.P.) schwacher Verpflichtungsgrad(freiwillig); negative Konsequ. bei Nichterfüllung eher unwahrscheinlich

  • Soll-Erwartungen

    (rollentheor.P.) hoher Verpflichtungsgrad (aber nicht juristisch festgelegt);; negative Konsequenzen bei Nichterfüllung sehr wahrscheinlich

  • Muss-Erwartungen

    (rollentheor.P.) sehr hoher Verpflichtungsgrad (juristisch festgelegt); Nichterfüllung zieht zwangsläufig negative Konsequenzen nach sich

  • Einflussfaktoren vom Lernen sozialer Rollen

    (rollentheor.P.)Sanktionsbilanz, Erwartung positiver Konsequenzen, Generalisierung, Exploration, Imitation, Vermeidung

  • Sanktionsbilanz

    (rollentheor.P.)bestimmt die Stärke d. Rollenübernahme, Berechnung: was wird investiert?was springt für mich dabei raus?

  • Erwartung positiver Konsequenzen

    (rollentheor.P.) ohne Erwartung positiver Konsequenzen übernimmt man keine soziale Rolle

  • Generalisierung

    (rollentheor.P.) Übertragung von Erfahrungen mit ähnlichen Rollen auf neue Rollen

  • Imitation

    (rollentheor.P.) "Modell-Lernen", Rollenvorbild übernehmen

  • Exploration

    (rollentheor.P) Ausprobieren

  • Vermeidung

    (rollentheor.P.) Ablehnung, Nicht-Annahme der Rolle

  • Einflüsse auf die Übernahme von sozialer Rollen

    (rollentheor.P.) normativer Druck, Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, Kosten-Nutzen-Rechnung

  • normativer Druck

    (rollentheor.P.) Verhaltenserwartung durch die Gesellschaft

  • Einschätzung der eigenen Fähigkeiten

    (rollentheor.P.) Durchhaltevermögen, Leistungsvermögen

  • Kosten-Nutzen-Rechnung

    (rollentheor.P.) Verhältnis Rollenkosten zu Rollenertrag (Lohn/Arbeitsplatz vs. Arbeitsaufwand)

  • Reaktionen auf MmB

    (rollentheor.P.) originäre R., ofiziell erwünschte R., sozial überformte R., Ambivalenz, Scheinakzeptanz+Irrelevanzregel, Verhaltensunsicherheit, Schuldgefühle+Zuschreibung

  • soziale Reaktionen auf MmB

    (rollentheor.P.) Extremreaktion, Schultz- und Hilfereaktion

  • Extremreaktion

    (rollentheor.P.) aktiver/passiver Tod, sozialer Tod

  • Schutz- und Hilfereaktion

    (rollentheor.P.) Nichtrolle, eingeschränkte Partizipation, modifizierte Partizipation

  • Nicht-Rolle

    (rollentheor.P.)>soz.Reaktion auf MmB, Isolation/keine Erwartungen, keine Rolle, keine Teilhabe

  • eingeschränkte Partizipation

    (rollentheor.P)>soz.Reaktion auf MmB, eingeschränkte Teilhabe, eingeschränkte Akzeptanz

  • modifizierte Partizipation

    (rollentheor.P.)>soz.Reaktion auf MmB, Sonderrolle/beschützte Rolle am Rande d. Gesellschaft, heruntergeschraubte Erwartungen

  • elementarer Widerspruch in der Rolle behindeter Menschen

    (rollentheor.P.) offizielle Entlastung vs. tatsächliche Diskriminierung

  • Strukturelle Sichtweise von B. (Haber/Smith)

    1.typische B.Karriere 2.Schutz vor Überforderung 3.generelle Umdefinition, Zuweisung einer neuen Rolle+Identität 4.normalisiert die Stellung des MmB in der Gesellschaft