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Defintionen Strafrecht

Defintionen Strafrecht

Last update 

Im Pack sind Definitionen des besonderen Strafrechts enthalten

Items (78)

  • Heimtücke (§211)

    Handelt, wer die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst in feindlicher Willensrichtung zur Tat ausnutzt.

  • Gemeingefährliches Mittel (§211)

    Mittel, das der Täter im konkreten Fall nicht beherrschen kann und es eine Gefahr für eine unbestimmte Anzahl von Menschen mit sich bringt.

  • Grausamkeit (§211)

    Wer seinem Opfer in gefühlloser, unbarmherziger Gesinnung Schmerzen und Qualen zufügt, die nach Stärke oder Dauer über das für die Tötung erfoderliche Maß hinausgehen.

  • Mordlust (§211)

    Dem Täter kommt es gerade darauf an einen Menschen sterben zu sehen

  • Befriedigung des Geschlechtstriebs (§211)

    Die geschlechtliche Befriedigung wird in der/bei der Tötung gesucht oder durch die Tötung ermöglicht

  • Habgier (§211)

    rücksichtloses Gewinnstreben um jeden Preis

  • Niedrige Beweggründe (§211)

    Auf sittlich niedrigster Stufe und nach allgemeinen Wertemaßstäben besonders verachtenswert

  • Ermöglichen einer Tat (§211)

    Tötung als Mittel zur Begehung weiteren kriminellen Unrechts

  • Verdeckungsabsicht (§211)

    Täter tötet, um die eigene/ fremde Bestrafgung zu verhindern

  • Körperliche Misshandlung (§223)

    Jede üble, unangemessene Behandlung, durch die das körperliche Wohlbefinden und die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt werden.

  • Gesundheitsschädigung (§223)

    Steigern oder Hervorrufen eines, wenn auch nur vorrübergehenden, krankhaften Zustandes körperlicher oder psychischer Art

  • Gefährliches Werkzeug (§223, 244, 250)

    Jeder bewegliche körperliche Gegenstand, der nach Art seiner konkreten Benutzung und seiner objektiven Beschaffenheit geeignet ist, nicht unerhebliche Verletzungen hervorzurufen.

  • Hinterlistiger Überfall (§224)

    Jeder überraschend vorgetragende Angriff unter Verdeckung der wahren Angriffsabsichten.

  • mit einem anderen gemeinschaftlich (§224)

    Jede Beteiligung mind. 2 Personen, die bewusst zusammenwirken

  • das Leben gefährdende Behandlung (§224)

    Jede Verletzungshandlung, die nach den konkreten Umständen geeignet ist, das Leben des Opfers in (abstrakte) Gefahr zu bringen.

  • Unmittelbarkeitszusammenhang (§227)

    Die in der Tathandlung liegende typische Gefährlichkeit muss sich im Tod realisiert haben.

  • sexuelle Handlung

    Menschliches Verhalten, das nach seinem äußeren Erscheindungsbild auf das sexuelle bzw. geschlechtsbezogen ist. Unter Einsatz des eigenen oder fremden Körpers.

  • Gewalt (§177) (NICHT: Nötigung)

    Gegen den Körper des Opfers gerichtete KRaftenfaltung zur Überwindung eines geleisteten oder erwarteten Widerstandes.

  • schutzlose Lage (§177)

    Wesentliche Herabsetzung der Widerstands- oder Fluchtmöglichkeit wegen der körperlichen Kraftverhältnisse, der Örtlichkeit, dem Tatzeitpunkt oder aus psychischen Gründen des Opfers.

  • Einsperren (§239)

    Jedes Tun oder Unterlassen mithilfe äußerer Vorrichtungen, durch das ein anderer gehindert wird seinen Aufenthaltsort zu verlassen.

  • auf andere Weise der Freiheit berauben (§239)

    Jedes Tun oder Unterlassen, durch das ein anderer gehindert wird seinen Aufenthaltsort zu verlassen.

  • Gewaltbegriff bei Nötigung (§240)

    Körperlich wirkender Zwang

  • Drohung (§240)

    Das Inaussichtstellen eines künftigen Übels, auf dessen Eintritt der Drohende vorgibt einen Einfluss zu haben

  • empfindliches Übel (§240)

    Jede Änderung der Außenwelt, die vom Opfer subjektiv als Nachteil empfunden wird.

  • Verwerflichkeit (§240)

    Sozialwidriges Handeln, Erhöhter Grad sittlicher Missbilligung, missbilligte Zweck-Mittel-Relation

  • Vollstreckungshandlung (§113)

    Der Regelung eines Einzelfalls durch Vollstreckungsbeamte, die zwangsweise durchsetzbar ist.

  • Widerstand leisten/Gewalt (§113)

    Körperliche wirkender Zwang bzw. Einsatz körperlicher Kraft durch aktives Tätigwerden

  • tätlicher Angriff (§113)

    Feindselige Aktion unmittelbar gegen des Körper des Amtsträgers

  • Rechtmäßigkeit der Diensthandlung (§113) Tatbestandsannex

    1. sachliche/örtliche Zuständigkeit, 2. Beachtung wesentlicher Formvorschriften, 3. pflichtgemäße Ausübung des Ermessens

  • Menschenmenge (§125)

    Personenmehrheit, die nicht zahlenmßig überschaubar ist, sodass es auf Hinzukommen oder Weggehen Einzelner nicht ankommt.

  • Gewälttätigkeiten (§125)

    aktives Tun unter Einsatz physischer Kraft

  • Beleidigungsfähigkeit (§185ff.)

    1. Lebende natürliche Personen, 2. Personengemeinschaften mit rechtlich anerkannter sozialer Funktion, nach außen genau abgrenzbar und durch Organ einheitliche Willensbildung möglich, 3. Einzelpersonen unter einer Kollektivbezeichnung, nach außen zahlenmäßig überschaubar und umgrenzt

  • Tatsachen (§185ff.)

    Dem Beweis zugängliche Vorgänge der Gegenwart oder Vergangenheit

  • Urkundenbegriff (§267ff.)

    verkörperte Gedankenerklärung (Perpetuierungsfunktion); zum Beweis im Rechtsverkehr bestimmt und geeignet (Beweisfunktion); Erkennbarkeit des Ausstellers (Garantiefunktion)

  • Beweiszeichen ( 267ff.)

    Nicht schriftliche Urkunden, Symbole sind Beweiszeichen und damit Urkunden, wenn sie die Funktion haben Beweise zu erbringen

  • Zusammengesetzte Urkunde (§267ff.)

    Eine verkörperte Gedankenerklärung ist mit einem Bezugsobjekt fest verbunden, sodass beide zusammen einen neuen Erklärungsinhalt ergeben. Sie müssen nicht untrennbar sein!

  • Unechte Urkunden (§267ff.)

    Identitätstäuschung über den Aussteller. Scheinbarer Aussteller =/= wirklicher Aussteller

  • Verfälschen (§267ff.)

    Nachträglich unbefugte Inhaltsänderung oder Änderung der Beweisrichtung

  • technische Auzeichnung (§268)

    Legaldefinition in Abs. 2; Gerät muss selbsttätig auzeichnen!

  • Urkunde "gehören" (§273, 274)

    Demjenigen, der beweisbefugt ist, also ein Recht hat mit der Urkunde etwas zu beweisen!

  • Unterdrücken (§273,274)

    Dem Berechtigen aus der Benutzung entziehen

  • Nachteilsabsicht (§273,274)

    Absicht einem anderen einen Beweisnachteil zuzufügen!

  • Ausweise i.S.d. §281 (1)

    Nachweise der Identität oder persönlichen Verhältnisse, die durch eine hoheitliche Stelle ausgestellt sind. Sie müssen echt sein.

  • Vorteil (§331)

    Jede materielle oder immaterielle Besserstellung auf die kein Anspruh besteht!

  • Definition des "für" im §331,333; gelockerte Unrechtsvereinbarung

    Vorstellung, dass der Vorteil im Hinblick auf eine amtliche Tätigkeit bzw. um des allg. Wohlwollen zu erreichen gewährt wird.

  • Definition "als Gegenleistung" in §§ 332,334; Unrechtsvereinbarung

    Wenn der Vorteil nachweislich vom Täter bewusst mit der zumindest im groben umrissen erkennbaren Diensthandlung verküpft wird.

  • Sache (§242)

    Jeder körperliche Gegenstand unabhängig vom Aggregatszustand nach §90 BGB

  • fremd (§242)

    Wenn die Sach nicht im Alleineigentum des Täters steht oder nicht herrenlos ist

  • beweglich (§242)

    Wenn die Sache fortgeschafft werden kann

  • Wegnahme (§242)

    Bruch fremden Gewahrsams und Begründung neuen, eigenen Gewahrsams

  • Gewahrsam (§242)

    Tatsächliche Sachherrschaft getragen von einem Herrschaftswillen

  • Gewahrsamsbruch (§242)

    Aufhebung der tatsächlichen Sachherrschaft des bisherigen Gewahrsamsinhabers gegen oder ohne seinen Willen

  • Gewahrsamsbegründung (§242)

    Ergreifung und Möglichkeit des Abtransportes, je nach Größe der Beute (beachte: Apprehensionstheorie)

  • Zueignungsabsicht (§242)

    Aneignungsabsicht (vorübergehend) und Enteignungsvorsatz (auf Dauer)

  • Gebäude (§243)

    Ein durch Mauern und Dach umgrenztes und dem Boden fest verbundenes Bauwerk, dass zum Betreten von Menschen geeignet ist und zum Schutz vor unbefugtem Eindringen dient.

  • umschlossener Raum (§243)

    Jedes Raumgebilde, dass zum Betreten von Menschen geeignet ist und mit teilweise künstlichen Vorrichtungen gegen das Eindringen von Unbefugten geschützt wird.

  • Einbrechen (§243)

    Gewaltsames, nicht notwendig substanzverletzendes Öffnen einer dem Zutritt entgegenstehenden Umschließung. Dazu ist eine nicht unerhebliche Kraftentfaltung notwendig.

  • Einsteigen (§243)

    Jedes nur unter Schwierigkeiten mögliche Hineingelangen durch eine dem Eintritt nicht bestimmte Öffnung. Der Täter muss einen Stützpunkt im Objekt gefunden haben.

  • falscher Schlüssel (§243)

    Schlüssel ist nicht, nicht mehr oder noch nicht zum Öffnen bestimmt

  • veschlossenes Behältnis (§243)

    Ein zur Aufnahme von Sachen dienendes und sie umschließendes Raumgebilde, dass nicht dazu bestimmt ist vom Menschen betreten zu werden. Es muss zur Tatzeit gegen ordnungswidrigen Zugriff von außen besonders gesichert sein.

  • Andere Schutzvorrichtungen (§243)

    besondere Vorrichtung, die geeignet und bestimmt ist, die Wegnahme einer Sache zu erschweren

  • gewerbsmäßig

    Wenn sich der Täter durch fortgesetzte Tatbegehung eine Einnahmequelle von gewisser Dauer und gewissem Maße verschafft

  • Bei-sich-führen (§§244,250,177)

    Täter kann ohne nennenswerten Zeitaufwand oder ohne besondere Schwierigkeiten auf die Sache zugreifen

  • Waffe (§§244,250,177)

    Gegenstand, der dazu hergestellt wurde und bei üblichem Gebrauch dazu geeignet ist auf technischem oder chemischem Weg körperlich zu verletzen

  • sonstiges Werkzeug oder Mittel (§§244,250,177)

    Werkzeuge, die objektiv gefährlich sein können oder mindestens subjektiv beim Opfer eine Bedrohungswirkung erzielen können. Subjektiv muss Verwendungsabsicht vorliegen. VORICHT: bei äußerem Erscheinungsbild völlig ungefährlich und Bedrohung beruht lediglich auf Täuschung.

  • Bande (§§244,250)

    Mindestens 3 Personen, die sich ausdrücklich oder stillschweigend zur fortgesetzten Begehung von Straftaten verabredet haben, auch wenn diese im einzelnen noch nicht feststehen.

  • Zueignung (§246- Unterschlagung)

    Wenn der Zueignungswille sich durch ein äußeres Verhalten manifestiert, sog. Manifestationstheorie

  • anvertrauen einer Sache (§246-Unterschlagung)

    Erlangung vom Eigentümer oder Dritten mit der Verpflichtung einer Verwendung zu einem bestimmten Zweck

  • Gewalt gegen eine Person (§249)

    Körperlich wirkender Zwang, unmittelbar oder mittelbar gegen den Körper des Opfers gerichtet (qualifiziertes Nötigungsmittel)

  • Auf frischer Tat betreffen (§252)

    enger räumlicher und zeitlicher Zusammenhang des räumlich-zeitlichen Zusammentreffens mit einer anderen tatunbeteiligten Person und der Wegnahmehandlung; Person muss Täter nicht wahrnehmen!

  • Täuschung (§263)

    Jedes Verhalten, das objektiv geeignet und subj. dazu bestimmt ist, durch eine Einwirkung auf das intellektuelle Vorstellungsbild eines anderen eine Fehlvorstellung über die Realität zu erregen. (Möglich durch Unterlassen, konkludentes Handeln oder ausdrücklich)

  • Bedingung der konkludenten Täuschung (§263)

    Tathandlung muss ein Erklärungswert hinzukommen, d.h. ein kommunikativer Akt ist vonnöten

  • Irrtum (§263)

    Abweichen von Vorstellung und Realität

  • Vermögensverfügung (§263)

    Jedes Handeln, Tun oder Unterlassen, das einen Vermögensschaden zur Folge hat.

  • Vermögensschaden (§263)

    Es muss ein Unterschied des Gesamtvermögens vor & nach der Verfügung sein. Ermittlung durch Saldierung.

  • Stoffgleichheit (§263)

    Vorteil und Schaden müssen auf derselben Verfügung beruhen. Der Vorteil des Täters muss zu Lasten des Vermögens des Geschädigten gehen.

  • Handeltreiben i.S.d. BtMG

    jedes eigennützige Bemühen, das darau gerichtet ist, den Umsatz von Btm zu ermöglichen oder fördern

  • Besitz i.S.d. BtMG

    tatsächliche Sachherrschaft mit dem Willen sich die ungehinderte Einwirkung auf das Btm zu erhalten