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Öffentlicherpersonennahverkehr

Öffentlicherpersonennahverkehr

Last update 

Fragen und Fakten zum ÖPNV. Studium Grundlagen der Verkehrsplanung und -systeme Teil ÖV.

Items (51)

  • In welche beiden Bereiche lässt sich der ÖPNV differenzieren?

    o Länder: Schienenpersonennahverkehr (SPNV) o Kreise/kreisfreie Städte: Öffentlicher straßengebundener Personennahverkehr (ÖSPV)

  • Berechnen Sie, wie viele Personen pro Stunde mit dem PKW auf einer Fahrspur von A nach B gelangen können. Treffen Sie dabei sinnvolle Annahmen für die PKW-Auslastung und Folgezeit.

    o 1 Stunde = 3600 Sekunden; 6 Sekunden/Auto Folgezeit; 2 Personen pro Auto: 3600/6 = 600 Autos 600*2 = 1200 Personen (pro Stunde)

  • Nennen Sie 6 Handlungsfelder, in denen man zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNV beitragen kann.

    Reisezeit, Pünktlichkeit, Umfang des Angebots, Netzgestaltung, Erschließung, Fahrkartensortiment, Höhe der Tarife, Fahrgast-Informationen, Haltestellen, Umsteigeanlagen, Differenzierte Bedienung

  • Nennen Sie 3 Beispiele für verkehrsregelnde Beschleunigungsmaßnahmen.

    Vorfahrtsregelungen, Park- und Halteverbote, Tempolimits

  • Berechnen Sie, wie viele Personen pro Stunde mit dem PKW auf einer Fahrspur von A nach B gelangen können. Treffen Sie dabei sinnvolle Annahmen für die PKW-Auslastung und Folgezeit.

    o 1 Stunde = 3600 Sekunden; 6 Sekunden/Auto Folgezeit; 2 Personen pro Auto: 3600/6 = 600 Autos 600*2 = 1200 Personen (pro Stunde)

  • Nennen Sie 3 Beispiele für betriebliche Beschleunigungsmaßnahmen

    Fahrplan, Fahrkartenbetrieb, kontrollierter Vordereinstieg, Fahrzeugkonstruktion

  • Geben Sie ein Pro- und ein Contra-Argument zum kostenlosen ÖPNV (Nulltarif).

    o Pro: Junge Leute an ÖPNV gewöhnen, damit sie und ihre Kinder den ÖPNV später weiter nutzen o Contra: Zahl der Fahrgäste hat keinen Einfluss mehr auf Einnahmen des Unternehmens → Gegenteil: je mehr Fahrgäste, desto höher die Kosten

  • Geben Sie ein Pro- und ein Contra-Argument zum Park-and-Ride-System.

    o Pro: Reduzierung des Park-Druckes in der Innenstadt o Contra: Hoher Flächenverbrauch am Stadtrand

  • In welcher Größenordnung liegen die Kosten für die Anschaffung eines Standard-Linienbusses?

    300.000€

  • Wie hoch ist ungefähr der Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten bei einem ÖPNV-Betrieb mit Standardbussen?

    deutlich über 50 %

  • Wie viel lässt sich bei den Betriebskosten ungefähr einsparen, wenn man (im Falle einer geringen Nachfrage) statt Standardbusse nur Minibusse/Vans einsetzt?

    bis zu 20 %

  • Bei welcher Nachfrage ist der Einsatz von flexiblen Bedienungsformen sinnvoll?

    o Für Zeiten und Gebiete mit sehr schwacher Nachfrage o Strecken < 6 Fahrgäste/Stunde oder < 80 Fahrgäste/Tag

  • Warum wird die Werbung für flexible Bedienungsformen von den Verkehrsunternehmen oft vermieden?

    o Widerspruch im Marketing: Weniger Nachfrage bedeutet weniger Kosten

  • Wie und warum unterscheidet sich die Linienführung von Nachtlinien üblicherweise von der Linienführung tagsüber?

    o Nachtlinien verbinden öfter die Haltestellen der Stammlinien o Längere Reisezeit, da Anfahrt von mehr Haltestellen

  • Nennen Sie einen groben Richtwert für das ÖPNV-Fahrtenaufkommen (pro Einwohner und Tag) in einer Stadt in der Größenordnung von Wuppertal (350.000 Einwohner).

    o Großstadt < 400.000 Einwohner: 0,40-0,60 ÖPNV-Fahrten pro Einwohner und Tag

  • Nennen Sie drei betriebliche Aspekte, für welche die Wendezeit an Endhaltestellen notwendig ist.

    Verspätungen ausgleichen, Betrieblich notwendige Arbeiten abwickeln, Taktfahrplan realisieren, Vertragliche Pausen gewähren

  • Woraus setzt sich die Umlaufzeit zusammen?

    o umfasst einen kompletten Fahrzeug-Umlauf (Summe aller Fahr-, Halte- und Wendezeiten) o Fahrzeugbedarf n = Umlaufzeit / Wagenfolgezeit

  • Welche Größen werden üblicherweise auf der x- und der y-Achse eines grafischen Fahrplans abgetragen?

    o Y-Achse = Zeit o X-Achse = verschiedene Haltestellen

  • Geben Sie ungefähr an, wie viel Prozent der Betriebskosten im ÖSPV und im SPNV durch die Fahrgeldeinnahmen abgedeckt werden.

    o ÖSPV 40 – 60 % o SPNV 30 – 40 %

  • Nennen Sie 4 Quellen, aus denen der Betrieb des kommunalen ÖPNV finanziert wird.

    Erlöse aus steuerlichen Querverbünden und Verlustübernahmen, Ausgleichs- und Erstattungsleistungen, Werbeeinnahmen

  • Nennen Sie 3 Vergabemöglichkeiten für Verkehrsleistungen im ÖPNV

    Genehmigungswettbewerb, Öffentliches Ausschreibungsverfahren, Direktvergabe unter bestimmten Bedingungen

  • Skizzieren Sie ein Radialringnetz und nennen Sie zwei wesentliche Vorteile gegenüber einem reinen Radialnetz.

    o Umsteigelast verteilt sich auf mehrere Punkte o Nicht jede Route muss über die Innenstadt laufen (Abkürzungen möglich)

  • Nennen Sie 4 Städte, die zu den Städten mit den längsten U-Bahn-Netzen der Welt gehören.

    Shanghai, Seoul, London, Peking, New York City, Moskau

  • Nennen Sie die jeweils maximal zulässige Breite und Länge von Bussen und Straßenbahnen.

    o Bus: Breite 2,55m Länge 18,75m o Straßenbahn: Breite 2,65m Länge 75m

  • Welchen engsten Kreisradius müssen Busse laut StVZO mindestens befahren können?

    Kreis mit Außenradius 12,50m

  • Welche Straßenbreite (in Metern) erfordert der Begegnungsverkehr zweier Busse bei nicht eingeschränkter Geschwindigkeit?

    0,4 m

  • Nennen Sie drei typische Grundformen für die Gestaltung von Busbahnhöfen.

    Rondellform, Längsparallelform, Schrägparallelform, Tangentialform, Kaiform

  • Warum wird für den städtischen Linienbetrieb bei der Gestaltung von Busbahnhöfen die Kaiform nicht angewendet?

    o Busse müssen bei der Abfahrt zurückstoßen o Fahrzeuge und zusätzlicher Mitarbeiter müssen mit Funk ausgerüstet werden

  • Nennen Sie 6 Institutionen, die bei der Planung eines Bahnhofsvorplatzes einzubinden sind.

    Verkehrsbetriebe, Stadtverwaltung, Deutsche Bahn AG, Taxiunternehmer, Betreiber von Geschäften, Spediteure, Interessenverbände

  • Nennen Sie 4 allgemeine Anforderungen, die bei der Planung einer großen Verknüpfungsanlage zu berücksichtigen sind.

    Barrierefreiheit, Erreichbarkeit, Kompaktheit, Aufenthaltsqualität, Soziale Akzeptanz, Multifunktionalität, Information und Orientierung, Identifikation, Brandschutz

  • Beschreiben Sie bezüglich des Antriebes den Unterschied zwischen einem lokbespannten Zug und einem Triebzug.

    Beim Triebzug ist Antrieb über den ganzen Zug verteilt →bessere Fahreigenschaften, bessere Beschleunigung

  • Nennen Sie 3 Regionaltriebzug-Fahrzeugtypen und den dazugehörigen Hersteller.

    Alstom CORADIA LINT (Alstom LHB), Bombardier ITINO (Bombardier), Siemens DESIRO (Siemens Rail Systems)

  • Nennen Sie 3 Stadtbahn-Fahrzeugtypen und den dazugehörigen Hersteller.

    Flexity (Bombardier), Tramino (Solaris), ForCity (Skoda)

  • Nennen Sie 3 Bus-Fahrzeugtypen und den dazugehörigen Hersteller.

    Lion’s City (MAN), Urbino (Solaris), Urbanway (Iveco)

  • Nennen Sie jeweils einen typischen Wert für die Anschaffungskosten und die Nutzungsdauer von Stadtbahn Fahrzeugen.

    1,5 – 4 Mio €, 25 Jahre

  • Nennen Sie jeweils einen typischen Wert für die Anschaffungskosten und die Nutzungsdauer von Bussen.

    250.000€, 12 Jahre

  • Nennen Sie zwei Gründe, warum sich die Anschaffung von Stadtbahnen gegenüber Bussen trotz der wesentlich höheren Anschaffungskosten lohnen kann.

    Längere Nutzungsdauer, Mehr Plätze

  • In welchem Bereich liegt die Einstiegshöhe für Niederflur-Stadtbahnen?

    300 - 350 mm

  • Nennen Sie 4 mögliche Antriebsarten für Busse.

    Diesel, Erdgas, Elektro, Wasserstoff/Brennstoffzelle

  • Erläutern Sie kurz, inwiefern sich die Anschaffung von vergleichsweise teuren Bussen mit Erdgas-Antrieb rentieren kann.

    10 % teurere Anschaffung, Nur halbe Verbrauchskosten, Rentiert sich nach ca. 6-7 Jahren

  • Was versteht man unter einem Hybrid-Bus?

    Ausgestattet mit Verbrennungsmotor und Elektromotor

  • Was sollte man hinsichtlich der Bedienungsqualität in einem SPNV-Verkehrsvertrag berücksichtigen/regeln? Nennen Sie 4 Aspekte.

    Gewünschte Pünktlichkeit, Ausstattung der Fahrzeuge, Sauberkeit Schadensfreiheit und Komfort, Fahrgastinformation, Barrierefreiheit, Service

  • Was sollte man hinsichtlich der Fahrzeuge in einem SPNV-Verkehrsvertrag berücksichtigen/regeln? Nennen Sie 4 Aspekte.

    Fahrzeugtyp, Fahrzeugausstattung, Fahrzeugdesign, Fahrzeugwerbung, Fahrzeugabschreibung

  • Warum sind Doppeldeckerbusse trotz ihrer großen Kapazität wenig geeignet für den Einsatz im stark nachgefragten Linienverkehr?

    o Fahrgastwechsel problematisch - Treppe als Hindernis; zu wenig Türen o Fahrzeughöhe bei Unterführungen kritisch

  • Nennen Sie drei Möglichkeiten/Arten der Spurführung bei Bussen.

    Bus-System Phileas mit induktivem Magnetleitsystem, Bus-System TEOR mit optischer Spurführung. Seitliche Spurführungsbalken

  • Nennen Sie jeweils einen Vorteil einer „Straßenbahn auf Gummireifen“ gegenüber einem Bus und gegenüber einer herkömmlichen Straßenbahn.

    Lange Fahrzeuge, Gute Fahrdynamik, Kostengünstigerer Fahrweg

  • Nennen Sie die 4 Städte in Deutschland, in denen eine U-Bahn verkehrt.

    Berlin, Nürnberg, München, Hamburg

  • Beschreiben Sie, wo man Seilbahnen im urbanen Raum idealerweise einsetzt.

    o Bereiche, bei denen Hindernisse zu überwinden sind o Bedienung ohne Zwischenstopp zwischen zwei Punkten hoher Nachfrage

  • Nennen Sie ein Beispiel für eine Seilbahn im urbanen Raum und geben Sie hierfür die Streckenlänge und Beförderungszeit an.

    London 1000 Meter, 10 Minuten

  • Welchen wesentlichen Kostenvorteil haben automatische Systeme wie Seilbahnen, H-Bahn oder SkyTrain?

    Niedrige Investitionskosten, Automatisch gesteuerte Großkabinen-Hängebahnen - kein Fahrpersonal nötig, Fahrzeugdichte kann Nachfrage angepasst werden, Rufbetrieb möglich

  • Welche maximalen Steigungen können konventionelle Straßenbahnen und welche Steigungen Zahnradbahnen bewältigen?

    Straßenbahnen: bis 8 %, Zahnradbahnen: bis 48 %