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Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

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Fragen zur (europäischen) Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Items (24)

  • Warum sind Epochen keine objektiv vorgegebenen Kategorie?

    Epochen sind nie objektiv-vorgegebene Kategorien, sondern Konstruktionen, die abhängig vom Standpunkt des Betrachters sind. (eurozentrisch, eigene Epoche z.B.)

  • An welchen Entwicklungen wird der Umbruch zur Moderne festgemacht?

    atlantische Revolutionen, Aufklärung, Individualisierung, Kapitalismus, Bevölkerungswachstum, sozialer Wandel zur Bürgergesellschaft, Industrialisierung, landwirtschaftliche Innovationen

  • Worin liegt die Ambivalenz der Moderne begründet?

    Beschleunigung führt zu gefühltem Zeitmangel, Individualisierung führt zu Vereinzelung, Kapitalismus führt zu Entfremdung, Freiheit führt zu neuen Zwängen

  • Was versteht man unter "Radikalisierung der Französischen Revolution"?

    "Zweite Revolution" 1791-93; Zwangsvereidigung des Klerus, Enteignung der Güter emigrierter Adliger, Kriegserklärung an Österreich, 1792: Ausrufung der Republik, 1793: Hinrichtung Louis XIV, "terreurs" und "levée en masse"

  • Welche Faktoren ermöglichten den Ausbau des britischen Empire nach 1783?

    Handelsgeschäfte und Militärkarrieren der Oberschicht, Rechristianisierung der Oberschicht --> Missionsprojekte, Massenauswanderung als Rückhalt der militärischen Expansion, wachsender Konsumbedarf Europas

  • Wieso stärkte das britische Empire den Zusammenhalt zwischen Engländern, Schotten, Walisern und (Nord)iren?

    universalistische Rechtfertigung der eigenen Nation: „la grande Nation“ --> Empire als gemeinsames Vorhaben der Engländer, Schotten, Waliser und Iren

  • Nennen Sie drei politische Ziele des europäischen Nationalismus im 19. Jh.!

    Restauration der Monarchie, Unterdrückung liberaler Ideen, Stabilisierung des monarchischen Verwaltungsapparates, nationale Einheit und Autonomie, innere und äußere Nationsbildung

  • Warum sind die Gründe für den Nationalismus so wichtig?

    Da sich aus den beiden Leitwerten (innere Einheit und Autonomie) alle Konflikte zwischen verschiedenen Nationen ergeben. Nationalismus gehört zu den politisch-kulturellen Phänomenen, die die europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhundert am stärksten geprägt hat. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalismus ist ein zentrales und aktuelles Thema der Neueren und Neuesten Geschichtsschreibung.

  • 9)Wieso bezeichnet Langewiesche die Nation als Aggressionspotential und Partizipationsversprechen?

    Kriege als Ausgangspunkt und Bewährungsprobe nationaler Gemeinschaft, Sicherung/Erwerb nationalen Territoriums als Leitbild nationaler Politik, Feindbilder als Bestandteil nationaler Selbstbilder

  • Welche Nationalstaaten wurden im Europa des 19. Jh. gegründet?

    Deutschland, Italien, Frankreich, Griechenland, Belgien, Serbien

  • Welche Merkmale kennzeichnen die Industrialisierung oder "industrielle Revolution" in Europa?

    intensive Viehhaltung, Agrarexporte, billige Arbeitskräfte durch Bevölkerungswachstum, Entstehung der Agrikulturchemie

  • Welche Merkmale kennzeichnen die Industrialisierung oder "industrielle Revolution" in Europa?

    Zunahme warenproduzierender Gewerbe, neue Unternehmensformen (Aktiengesellschaften), staatliche Infrastrukturinvestitionen, "erste Globalisierung": Export von Produkten, Import von Rohstoffen

  • Was waren die gesellschaftlichen Folgen der ökonomischen Umbrüche seit 1850?

    Verstädterung: Wachstum und Vermehrung städtischer Siedlungen, Abbau und Verlust von Adelsprivilegien, Klassenkämpfe sowohl von unten (Gewerkschaften) als auch oben (Lobbyismus), Entstehung einer neuen Berufsgruppe (Angestellte)

  • Welche Faktoren haben die wirtschaftliche Globalisierung um 1900 maßgeblich gefördert?

    Ausbreitung der Industriellen Revolution, Erschließung von Territorien und Rohstoffen für die kapitalistische Weltwirtschaft, Revolution des Verkehrswesens, weltweiter Kapitalmarkt

  • Nennen Sie die sechs wichtigsten imperialen Mächte vor 1914!

    Japan, USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland

  • Was meint Eurozentrismus um 1900? Nennen Sie drei Beispiele!

    Export eines universalen Zivilisationsmodells, insbesondere des europäischen Nationalstaats und seiner Machtapparate. Bsp.: Ausbreitung des Christentums, Ausbreitung "europäischer" Bildung (Schulen u. ä.), Ausbreitung des Überlegenheitsgefühls der Europäer in der Welt

  • Was waren Ihrer Ansicht nach die Ursachen für den Ersten Weltkrieg?

    Morde von Sarajevo, Mechanismus der Bündnissysteme ("Blankoscheck"), Krieg als legitimes Mittel der Politik, Kriegsbereitschaft: Kriegsvorbereitungen, -ziele, -bilder, -wünsche, Illusion eines lokalen Konflikts auf dem Balkan, Schlieffenplan --> 2-Fronten-Krieg für Mittelmächte, Illusion der britischen Neutralität

  • Warum wird der Erste Weltkrieg als "totaler Krieg" bezeichnet?

    neue Waffentechniken bzw. Materialschlachten, systematische Wirtschaftsblockaden beeinträchtigen Zivilbevölkerung, Attacken auch gegen zivile Schiffe, Kriegspropaganda, allg.: systematische Mobilisierung der gesamten Bevölkerung für die Bedürfnisse eines hochtechnisierten Krieges

  • Welche Militärbündnisse kämpften im Ersten Weltkrieg gegeneinander?

    Entente: Großbritannien, USA, Frankreich, Russland gegen Mittelmächte: Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich, Italien). Italien wechselt 1915 die Seiten.

  • Warum wird der Erste Weltkrieg als "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet?

    vermeintlich "heile" Vorkriegswelt, Revolutionsversuche nach dem Ersten Weltkrieg, Entstehung starker rechter Kräfte v. a. in den besiegten und neugegründeten Staaten

  • Welche Elemente begünstigten den Ausbruch sozialer Revolutionen in den Jahrzehnten zwischen 1900 und 1925?

    Krisen ländlicher Gesellschaften (Großgrundbesitz, Oligarchie, Bevölkerungswachstum), Destabilisierung alter Herrschaftsstrukturen durch Imperialismus und Ersten Weltkrieg, Krise des Liberalismus seit den 1920er-Jahren

  • Welche Elemente hatten die Diktaturen im Deutschen Reich und Italien gemeinsam?

    Gewaltbereitschaft, Kriegsverherrlichung, Organisierung der Wirtschaft für nationale und imperiale Zwecke, nationalistische Mobilisierung, Führerbindung

  • Warum waren die 1930er-Jahre ein Jahrzehnt der Gewalt? Nennen Sie drei Beispiele!

    Faschistische Gewalt in Italien und Deutschland, Unruhen in Frankreich, Bürgerkrieg in Österreich, Spanischer Bürgerkrieg, Eroberung Äthiopiens durch Italien

  • Diskutieren Sie die Motive und Problematik der Appeasement-Politik!

    Motive: Friedenssehnsucht in den westlichen Ländern Europas, Abwägung von Kosten und Nutzen eines neuen Krieges. Problematik: Frieden kann 1938 durch das Münchener Abkommen gerettet werden, aber Krieg bricht 1939 trotzdem aus – Hat man also ein Jahr „verschenkt“ bzw. wäre es aus Sicht der Entente nicht günstiger gewesen, 1938 Krieg zu führen?