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Allgemeiner Teil des StGB III

Allgemeiner Teil des StGB III

Last update 

Grundlagen der Strafbarkeit §§13-21 Definitionen (Fahl/Winker Definitionen und Schemata Strafrecht)

Items (56)

  • Unterlassen (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    Nichtvornahme einer faktisch möglichen Handlung mit sinnvoller Erfolgsabwendungs tendenz

  • Erfolg (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    Von der Tathandlung trennbares, zum gesetzlichen Tatbestand gehörendes Ergebnis derselben in der Außenwelt (s. § 8 Rn. 3)

  • Quasikausalität (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    ist gegeben, wenn die gebotene Handlung nicht hinzugedacht werden kann, ohne dass er Erfolg in seiner konkreten Gestalt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entfiele.

  • Garantenstellung (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    liegt vor, wenn jemand rechtlich dafür einzustehen hat, dass der Erfolg nicht eintritt.

  • Garantenpflicht (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    Aus einer Garantenstellung folgende Handlungspflicht

  • Beschützergaranten (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    Personen, denen Obhutspflichten für ein bestimmtes Rechtsgut obliegen, für dessen Bestand und Sicherheit sie zu sorgen haben

  • Überwachergaranten (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    Personen, denen aufgrund ihrer Verantwortlichkeit für bestimmte Gefahrenquellen Sicherungspflichten gegenüber jedermann obliegen

  • Ingerenz (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    Vorausgegangenes gefahrschaffendes Tun

  • Gefahrengemeinschaft (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    Eine solche, die nach der zweckgerichteten Art ihrer Entstehung und des dadurch begründeten Vertrauensverhältnisses gegenseitige Hilfe und Fürsorge einschließt

  • Pflichtenkollision (Vor § 13 Begehen durch Unterlassen)

    liegt vor, wenn zwei oder mehr rechtliche Handlungspflichten in der Weise zusammentreffen, dass der Pflichtige die eine nur auf Kosten der anderen erfüllen kann.

  • Juristische Person (§ 14 Handeln für einen anderen)

    Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit

  • Vertretungsberechtigtes Organ (§ 14 Handeln für einen anderen)

    Organ, durch das die juristische Person rechtswirksam handeln kann

  • Gesetzlicher Vertreter (§ 14 Handeln für einen anderen)

    Person, deren Vertretungsmacht auf gesetzlichen Bestimmungen beruht

  • Besondere persönliche Eigenschaften (§ 14 Handeln für einen anderen)

    sind die mit dem Menschen als solchem verbundenen Merkmale.

  • Besondere persönliche Verhältnisse (§ 14 Handeln für einen anderen)

    Äußere Beziehungen eines Menschen zu anderen Menschen, Institutionen oder Sachen

  • Untemehmen (§ 14 Handeln für einen anderen)

    Rechtlich-wirtschaftliche Einheit

  • Betrieb (§ 14 Handeln für einen anderen)

    ist eine nicht nur vorübergehende räumlich organisatorische Einheit von Personen und Sachmitteln zur Verfolgung arbeitstechnischer Zwecke unter einheitlicher Leitung.

  • Vorsatz (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    Wissen und Wollen bzgl. sämtlicher Tatbestandsmerkmale

  • Absicht (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    (dolus directus 1. Grades) ist zielgerichtetes Wollen in dem Sinn, dass es dem Täter gerade darauf ankommt, den Erfolg herbeizuführen.

  • Wissentlichkeit (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    (dolus directus 2. Grades) ist sicheres Wissen.

  • Eventualvorsatz (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    (dolus eventualis, bedingter Vorsatz) liegt vor, wenn der Täter den Erfolgseintritt mindestens für möglich hält (Wissenselement) und sich zumindest damit abfindet (Wollenselement).

  • Bewusst fahrlässig (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    handelt, wer die Gefahr erkennt, jedoch auf das Ausbleiben des Erfolges vertraut.

  • Unbewusst fahrlässig (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt und dabei nicht einmal die Gefahr erkennt.

  • Grob fahrlässig (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    handelt, wer in besonders großem Maße die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt.

  • Leichtfertig (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    handelt, wer grob fahrlässig handelt und nicht beachtet, was sich jedermann aufdrängen muss.

  • Fahrlässigkeit (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    Generelle und individuelle Sorgfaltspflichtverletzung

  • Sorgfaltspflichtverletzung (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt bei Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit des Erfolges

  • Vorhersehbarkeit (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    Vorhersehbar ist, was ein umsichtig handeln der Mensch aus dem Verkehrskreis des Täters unter den jeweils gegebenen Umständen aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung in Rechnung stellen würde.

  • Vermeidbarkeit (§ 15 Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln)

    Vermeidbar ist ein Erfolg, wenn er bei Beachtung der gebotenen Sorgfalt hätte verhindert werden können

  • Irrtum (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    Auseinanderfallen von Vorstellung und Wirklichkeit

  • Tatbestandsintum (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    Unkenntnis von Umständen, die zum gesetzlichen Tatbestand gehören (vgl. § 16 I)

  • Umgekehrter Tatbestandsirrtum (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    Irrige Annahme von Umständen, die zum gesetzlichen Tatbestand gehören

  • Erlaubnistatbestand (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    ist ein Rechtfertigungsgrund.

  • Erlaubnistatbcstandsirrtum (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    Irrige Annahme von Umständen, die im Falle ihres wirklichen Vorliegens die Voraussetzungen eines anerkannten Rechtfertigungs grundes ausfüllen würden grundes ausfüllen würden

  • Deskriptive Tatbestandsmerkmale (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    sind solche, deren Vorliegen durch sinnliche Wahrnehmung festgestellt werden kann.

  • Normative Tatbestandsmerkmale (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    sind solche, deren Vorliegen nur durch ein (Wert-) Urteil festgestellt werden kann.

  • Enor in persona (vel objecto) (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    Irrtum über die Person (oder das Handlungsobjekt)

  • Aberratio ictus (§ 16 Irrtum über Tatumstände)

    ist ein Fehlgehen der Tat in dem Sinne, dass der Täter auf ein individualisiertes Tatobjekt zielt, dieses jedoch verfehlt und ein anderes Objekt trifft, das er nicht anvisiert hatte.

  • Verbotsirrtum (§ 17 Verbotsirrtum)

    Unkenntnis eines Verbots

  • Umgekehrter Verbotsirrtum (§ 17 Verbotsirrtum)

    Irrige Annahme eines Verbots

  • Indirekter Verbotsirrtum (§ 17 Verbotsirrtum)

    Irrige Annahme einer Erlaubnis

  • Vermeidbar (§ 17 Verbotsirrtum)

    ist der Verbotsirrtum dann, wenn der Täter bei gehöriger Gewissensanstrengung das Unrecht der Tat hätte einsehen können.

  • Unrechtsbewusstsein (§ 17 Verbotsirrtum)

    Einsicht, Unrecht zu tun

  • Subsumtionsirrtum (§ 17 Verbotsirrtum)

    Irrtum bei der Auslegung einer Rechtsnorm

  • Erfolgsqualifiziertes Delikt (§ 18 Schwerere Strafe bei besonderen Tatfolgen)

    liegt vor, wenn das Gesetz an eine besondere Folge der Tat eine schwerere Strafe knüpft.

  • Fahrlässigkeit (§ 18 Schwerere Strafe bei besonderen Tatfolgen)

    Generelle und individuelle Sorgfaltspflichtverletzung (s. § 15 Rn. 9)

  • Unmittelbarkeitszusammenhang (§ 18 Schwerere Strafe bei besonderen Tatfolgen)

    Über Kausalität und objektive Zurechnung hinausgehender tatbestandsspezifischer Zusammenhang, wonach sich gerade die dem Grundtatbestand anhaftende spezifische Gefahr in der schweren Folge niedergeschlagen haben muss.

  • Kind (§ 19 Schuldunfähigkeit des Kindes)

    Person unter 14 Jahren (§ 176 I)

  • Schuld (§ 19 Schuldunfähigkeit des Kindes)

    Persönliche Vorwerfbarkeit

  • Schuldunfähigkeit (§ 19 Schuldunfähigkeit des Kindes)

    Unfähigkeit, schuldhaft zu handeln

  • Krankhaft (§ 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen)

    Vom Normalzustand zum Schlechten hin abweichend

  • Seelisch (§ 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen)

    Geistige (psychische) Vorgänge betreffend

  • Einsichtsfähigkeit (§ 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen)

    Fähigkeit, das Unrecht der Tat einzusehen

  • Steuerungsfähigkeit (§ 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen)

    Fähigkeit, nach dieser Einsicht zu handeln

  • Actio libera in causa (§ 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen)

    Im Ursprung freie Handlung

  • Erheblich vermindert (§ 21 Verminderte Schuldunfähigkeit)

    ist die Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit dann, wenn sie im Vergleich mit dem Durchschnittsbürger in einem solchen Maß verringert war, dass die Rechtsordnung diesen Umstand bei der Durchsetzung ihrer Verhaltenserwartungen nicht übergehen darf